Almenrausch himmel 3

Schützenverein Almenrausch Bergham-Aufhausen

Gegründet 1921

 

Im November 1921 fand im Gasthaus Aufhausen bei Isidor Haller eine Versammlung statt, wozu sämtliche Schützenfreunde Aufhausen/Bergham eingeladen waren. Die Versammlung leitete Josef Wagner. Es wurde fast einstimmig beschlossen, in Aufhau­sen eine Schützen-gesellschaft zu gründen. Als Vorstandsmitglieder wurden gewählt: 1. Vorstand Wagner Josef, 2. Vorstand Reslmeier Georg, 1. Kassier Huber Balthasar, 1. Schriftführer Saule Sebastian,

2. Schriftführer Neumeier Johann, Zeugwart Thal­meier Max. Der Schützenverein, damals "Almenrausch Aufhausen", verzeichnete zur Zeit der Gründung 29 Mitglieder.

Angeregt durch den Besuch von Fahnenweihen benachbarter Schützenvereine reifte 1923 der Wunsch nach einer eigenen Fahne. Durch eine Sammlung unter den Schüt­zenmitgliedern konnte am 29.5.23 die Fahne in Auftrag gegeben werden (Voranschlag 1.700.000 Mark). Bei der schnellen Geldentwertung kamen bald beträchtliche Nach­forderungen der Fahnen-stickerei. Drei Schützenmitglieder streckten dem Verein 3.500.000 Mark vor, um die Fahne fertig stellen lassen zu können. Am 5.8.23 konnte bei einer feierlichen Feldmesse die Fahne durch Pfarrer Straßer geweiht werden. Paten­verein Edelweiß Pretzen und 19 weitere Schützenvereine sorgten für den festlichen Rahmen.

Im Jahre 1933 erwarb die Fam. Burgmair die Schloßwirtschaft. Von diesem Zeit­punkt an wurde Burgmair Herbergsvater. Beim Anfangsschießen im Okt. 1937 kam nun auch die Anschaffung einer Schützenkette ins Gespräch. Durch die zahlreich ge­spendeten wertvollen Münzen vieler Mitglieder (älteste Münze ,,12 Mariengroschen" aus dem Jahre 1670) war es möglich, am 2. Febr. 1938 eine Schützenkette in Auftrag zu geben. Am 7.5.1938 wurde sie zum ersten Mal ausgeschossen. Die aktiven Schützen­mitglieder konnten sich auch außerhalb des Vereins mit ihren Schießergebnissen sehen lassen, was die noch vorhandenen alten Urkunden belegen. Die Geselligkeit und Ver­bundenheit mit anderen Vereinen wurde ebenso gepflegt. So wurden Fahnenweihen besucht und 1933 und 1935 am Oktoberfestschützenzug teilgenommen.

1938 hat der Verein seinen Sitz von Aufhausen nach Bergham (Gasthaus Berther) verlegt und dort am 19.1.38 seinen ersten Schießabend abgehalten. Es wurde aller­dings auch noch einige Male in Aufhausen geschossen. Letztes Schießen fand in Auf­hausen am 11.3.39 statt. Durch die Einberufung zum Kriegsdienst verringerte sich die aktive Mitgliederzahl in den folgenden Jahren bedrohlich, so daß 1944 der Schießbetrieb zum Erliegen kam. Aufgrund der Anordnung der Militärregierung wurde der Verein, wie alle übrigen Schützenvereine, bei Kriegsende 1945 stillgelegt.

Als 1950 diese Anordnungen wieder aufgehoben wurden, hat der Verein mit einer Mitgliederversammlung am 4.3.50 im Vereinslokal "Zum Lindenwirt" seinen Schieß­betrieb wieder aufgenommen.

Da einige Mitglieder des Schützenvereins Almenrausch Aufhausen 1938 mit der Verlegung des Vereinssitzes nach Bergham nicht einverstanden waren, nahmen diese ebenfalls 1950 im Gasthaus Burgmair in Aufhausen den Schießbetrieb auf. Folglich gab es nun zwei Schützen-vereine: Almenrausch Bergham und Almenrausch Auf­hausen.

 

Schützenverein Almenrausch Aufhausen

 

Die harten Nachkriegsjahre ließen erst im Frühjahr 1950 eine Wiederaufnahme des Vereins-lebens zu.Reslmeier Georg sen., während dieser Zeit 2. Vorstand, hatte bis da­hin die Vereinsfahne und die Kette bei sich zu Hause aufbewahrt. Durch Unstimmig­keiten einiger Mitglieder bezüglich des Vereinseigentums kam es 1950 zur Teilung des Vereins. Die alte Vereinsfahne wurde von den Berghamer Schützen abgelöst.

Durch großzügige Spenden der Aufhausener, Berghamer und Itzlinger Bürger konnte eine neue Fahne angeschafft werden. Die Fahnenweihe fand unter großer Be­teiligung der Bevölkerung am 16.5.54 im Schloßgarten Aufhausen statt. Die Schützen nahmen an vielen Fahnenweihen teil, beinahe jedes Jahr fand der traditionelle Fa­schingsball statt. Der Verein übernahm die Patenschaft für "Edelweiß Pretzen" und "Hubertia Altenerding".

Herbergsvater Burgmair stellte dem Schützenverein ab 1966 das ehemalige Neben­zimmer der Gastwirtschaft zur Verfügung. Die Mitglieder bauten diesen Raum zu ei­ner Schießanlage mit drei Ständen und einem Aufenthaltsraum aus. Durch die laufend immer schlechter werdende Bewirtschaftung der Pächter sah sich der Verein gezwun­gen, sich auf eigene Füße zu stellen. Wieder zeigte sich unser Herbergsvater Burgmair von der großzügigen Seite. Er stellte dem Verein einen weiteren Raum zur Verfügung. Über 1500 Arbeitsstunden wurden durch Eigen-Leistung für diesen großen Umbau er­bracht. Einer Selbstbewirtschaftung stand somit nichts mehr im Wege.

Durch den Rückgang der Aktivität im Vereinsleben und des zu hohen Unkostenbei­trags für die Aufrechterhaltung des Schießbetriebes reifte in einigen Mitgliedern der Gedanke, dass ein Zusammenschluss mit den Berghamer Schützen sinnvoll wäre. Im Herbst 1986 wurde eine erweiterte Vorstandssitzung im Verein einberufen, wobei "grü­nes Licht" für Verhandlungen mit den Berghamer Schützen gegeben wurde.

 

Schützenverein Almenrausch Bergham

 

Zum 1. Schützenmeister von Almenrausch Bergharn wurde am 20.5.50 Georg Resl­meier sen. gewählt. Es wurde auf einem Schießstand (in Gaststube aufgebaut) ge­schossen. Am 19.4.54 wurde die Vereinsfahne auf den Namen Schützenverein Almen­rausch Bergharn umgestickt und im Rahmen einer kleinen kirchlichen Feier einer Nachweihe unterzogen. Am 4.1.64 musste die Schießanlage wegen des regen Interesses auf drei Stände im Gastzimmer erweitert werden. Nun beteiligte sich der Verein auch wieder an den Gauschießen und erzielte, wie bereits in den Vorkriegsjahren, recht pas­sable Ergebnisse. Auch die Teilnahme an den seit 1965 eingeführten Sektionsschießen war im Jahresprogramm nicht mehr wegzudenken, ebenso der Kappenabend, das Nußschießen, die Endfeier, die Christbaumversteigerung und der Vereinsausflug. Ab dem Jahre 1964 zeigten erstmals aktive Schützendamen Interesse am Schießsport.

Das 50jährige Gründungsfest konnte 1972 im Rahmen einer festlichen Jahresabschlussfeier im Vereinslokal gefeiert werden. Dieser Geburtstag wurde auch zum Anlass genommen, die Fahne renovieren zu lassen. 1. Schützenmeister Josef Widl jun. und Kassier Paul Eibl brachten durch Haussammlungen bei den Schützenmitgliedern die benötigte Summe von

3.000 Mark zusammen. Die Nachweihe der renovierten Fahne er­folgte am 1.9.74 durch Pfarrer Faltermeier.

Erstmals am 4.12.76 trafen sich die Aufhausener und Berghamer Schützen nach der Trennung von 1950 zu einem Freundschaftsschießen, was sich für die folgenden Jahre sehr positiv auf die Zusammenarbeit auswirkte.

Infolge des Umbaues des Vereinslokals ermöglichten die Herbergseltern Erich und Hermine Weißacher dem Verein im Sept. 1978 im Keller des Lokals einen neuen Schießstand mit

4 Ständen zu errichten, was dem sportlichen Aspekt einen enormen Aufschwung gab. Jetzt konnte zur Luftgewehr- auch die Luftpistolendisziplin aufge­nommen werden.

Sein 60jähriges Gründungsfest feierte der Verein am 28.5.81. Ein festlicher Kirchen­zug mit dem Patenverein Edelweiß Pretzen, fünf Vereinsabordnungen der Sektion AI­tenerding, Vertretern der Kommunen und die Bewohner der Orte Aufhausen, Berg­harn und Itzling geleiteten den Verein, angeführt von der Dorfner Blaskapelle, in die Filialkirche nach Itzling zum Festgottesdienst. Mit einer anschließenden Jubiläums­feier im Vereinslokal "Zum Lindenwirt" fand das Fest einen würdigen Abschluss.

Es ist der Vereinsführung ein echtes Anliegen, den Herbergseltern an dieser Stelle ein herzliches "Vergelt's Gott" auszusprechen. Schon Balthasar und Mathilde Wagner hatten immer ein offenes Ohr für die Sorgen des Vereins wie auch deren Nachfolger Erich und Hermine Weißacher. Ohne deren tatkräftige Hilfe wäre so manche Veran­staltung nicht möglich gewesen.

1982 nahm erstmals eine Mannschaft an der allgemeinen Gaurunde teil und konnte sich auch noch 1983 in der C-Klasse behaupten. Da aber mittlerweile die Damen im­mer stärker in der Luftgewehrdisziplin wurden, entschloss man sich, nur noch in der Damengaurunde zu starten. Beim ersten Start 1984 wurden sie Sieger in der A-Klasse und stellten sogar einen neuen Rundenwettkampfrekord mit 1084 Ringen auf.

Auf­grund der mittlerweile guten und freundschaftlichen Beziehungen der Schützen von Almenrausch Aufhausen und Bergham untereinander und Schwierigkeiten bei der Aufrecht-erhaltung des Schießbetriebes bei Almenrausch Aufhausen wurde durch Aus­sprachen beider Vorstandschaften und außerordentliche Mitgliederversammlungen die Vereinszusammen-legung ab 1.1.1987 beschlossen.

Der neue Name des Vereins lautet: Schützenverein "Almenrausch Bergham-Auf­hausen" und der 1. Schützenmeister war Martin Glas sen.

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